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Der Aufenthalt auf der Erde birgt vielerlei Gefahren für das Leben und die Gesundheit. Dabei sind Gefahren zu unterscheiden, die unmittelbar von der Natur der Erde ausgehen und die, welche von den Nutzern selbst verursacht werden. Fast alle dieser Gefahren steigen jedoch überproportional an, wenn der bestimmungsgemässe Gebrauch der Erde nicht eingehalten wird (, Kapitel 3). 1.1 Naturkatastrophen Die Erde wird in regelmässigen Abständen von Vulkanausbrüchen heimgesucht. Durch den grossteils flüssigen und heissen Anteil des Erdinneren, welcher die Plattentektonik verursacht, ergeben sich in mancherlei Gebieten teils heftige vulkanische Aktivitäten. Hierbei sind aktuell u.a. Hawaii, Indonesien, Mexiko, Island, Italien oder einige Gebiete in den Rocky Mountains, Afrika und Asien zu nennen. Manche Vulkane brechen mehrmals innerhalb von 100 Jahren aus. Die Ausbruchswahrscheinlichkeit und die Stärke der Eruption sind jeweils schwer vorherzusagen. Auch Berge, die seit vielen Generationen als friedlich gelten, können mitunter heftigst erupieren. Ausbrüche werden von Aschewolken, Druckwellen, pyroklastischen Strömen, giftigen Gasen und Magmaströmen begleitet und sind deshalb in unmittelbarer Nähe sehr lebensgefährlich. Eine Besiedelung nahe von als aktiv geltenden Vulkanen ist deshalb zu vermeiden. Darüber hinaus existieren auch einige Supervulkane, welche grosse Magmakammern unter sich bergen. Die Ausbrüche dieser Vulkane sind gewöhnlich alle 10.000 Jahre zu erwarten. Supervulkanausbrüche und starke Eruptionen verursachen eine Verringerung der Lichtdurchlässigkeit der Atmosphäre durch Ascheeintrag über sehr viele Jahre, weswegen globale Eiszeiten und grosses Artensterben die Folgen sein können. Die Plattentektonik verursacht Erdbeben, welche meist noch schwerer vorhersehbar sind als Vulkanausbrüche. Bekannte Regionen, welche aus Überlieferungen durch Erdbeben viele Tote zu beklagen hatten, sollten deshalb nur mit Vorkehrungen und nicht zu dicht besiedelt werden. Stabile Behausungen aus Stahlbeton sind hier vorzuziehen. Starke Erdbeben haben unter bestimmten Bedingungen auch Tsunamis zur Folge. Eine Bleibe an der Küste, welche einem Tsunami ausgesetzt sein könnte, ist deshalb der Gefahr des Wegspülens samt Bewohner ausgesetzt. Von der Errichtung sicherheitsrelevanter Industrieanlagen und Kernkraftwerken, welche sowieso vermieden werden sollten (siehe Kapitel 1.4 ), ist deswegen an Küsten ohne ausreichende Sicherheitsmassnahmen abzuraten. Als weitere Naturkatastrophen sind unter anderem Lawinen, Bergrutsche oder Seite 5 Murenabgänge zu nennen. Anwender der Erde sollten darauf achten, nicht in der Nähe solcher möglicher Massenabgängen zu siedeln oder gar Freizeitaktivitäten bei Lawinengefahr nachzugehen. In waldigen und trockenen Gebieten besteht auch die Gefahr unversehens von einem Buschbrand eingeschlossen zu werden. Eine sehr seltene und bisher noch nicht abwendbare Naturkatastrophe ist die eines Meteoriteneinschlags. Kleinere Meteoriten in der Grösse von maximal einigen Metern zerbrechen und verglühen meist noch in der Atmosphäre und richten gewöhnlich keine grösseren Schäden an. Dass ein mehr als 500 m grosser Meteorit auf die Erdoberfläche trifft, ist nur etwa alle einhunderttausend Jahre zu erwarten. Die Auswirkungen sind für die Nutzer der Erde dann aber fatal, für die Erde hingegen sind die Schäden bei einer Meteorgrösse von 500 m in erdgeschichtlichen Zeiträumen schnell wieder behoben.

Gebrauchsanweisung Erde